Heute ist der 10.05.2026 und in Meppen-Versen tut sich einiges. Die Rothkötter-Gruppe, ein bekanntes Unternehmen in der Futtermittelproduktion, hat mal eben einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung ihres Werks investiert. Nach über 40 Jahren Betriebszeit wird die altehrwürdige Anlage, die 1983 das Licht der Welt erblickte, gehörig auf Vordermann gebracht. Und das ist mehr als nur ein Facelift, das ist eine echte technische Runderneuerung, die die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigern soll.

Um die jährliche Produktionskapazität von aktuell 500.000 Tonnen auf stolze 750.000 Tonnen anzuheben, hat die Rothkötter-Gruppe die Genehmigung dafür bereits in der Tasche. Jan-Niklas Rothkötter, der Enkel des Firmengründers, ist sichtlich begeistert von den geplanten Maßnahmen. Dabei werden nicht nur neue Dosiersilos und ein Pressenhaus errichtet – auch die Abluftsysteme kommen auf den Prüfstand. So soll beispielsweise die Abluftführung von fünf dezentralen Schornsteinen auf einen zentralen Kamin umgestellt werden. Dieser neue Kamin wird mit seinen 72 Metern Höhe nicht nur ein echter Blickfang, sondern sorgt auch für eine bessere Verteilung der Abluft. Die Nachbarn können also aufatmen, denn Emissionen, Staub und Gerüche sollen durch diese Maßnahmen deutlich verringert werden.

Effizienz und Umweltschutz im Fokus

Die Modernisierung geschieht nicht über Nacht. Die Umbauarbeiten sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt, wobei der erste Abschnitt bis Ende 2026 fertiggestellt sein soll. Der zweite Bauabschnitt wird dann im Laufe von 2027 vollendet. Und das Beste? Während der gesamten Umbauphase bleibt die Produktion am Laufen. Die rund 200 Menschen, die am Standort in Versen beschäftigt sind, können also weiterhin ihren Job machen, während das Werk auf Hochglanz poliert wird. Insgesamt beschäftigt die Rothkötter-Gruppe etwa 4.500 Mitarbeiter, und der Umsatz im Wirtschaftsjahr 2024/2025 betrug beeindruckende 1,87 Milliarden Euro.

Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte: Der neue Abluftkamin wird auch dazu beitragen, Geräusche zu minimieren. Höhere Abluftkamine sind bekannt dafür, dass sie nicht nur die Luft besser reinigen, sondern auch eine Art akustische Barriere bilden. Das könnte für die Anwohner eine echte Erleichterung sein.

Ein Blick in die Zukunft

Die Rothkötter-Gruppe setzt mit dieser Investition ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Es geht nicht nur um Wachstum und Umsatz, sondern auch um verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt. Futterproduktion, die hauptsächlich für Schweine und teilweise für Geflügel gedacht ist, wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit großgeschrieben wird, zeigt das Unternehmen, dass es sich den Herausforderungen der modernen Landwirtschaft stellt.

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Wie sich die Dinge in den kommenden Jahren entwickeln, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Rothkötter-Gruppe ist bereit, sich den Herausforderungen zu stellen und ihre Position auf dem Markt zu stärken. Und wenn das bedeutet, alte Strukturen aufzubrechen und in die Zukunft zu investieren, dann ist das ein Schritt, der nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Region Meppen-Versen von großer Bedeutung ist.