Heute ist der 11.05.2026. Ein Blick auf die LPKF-Aktie zeigt, dass sie kürzlich ein neues Jahreshoch von 26,20 Euro erreicht hat – das ist tatsächlich ein 52-Wochen-Hoch! Wer hätte gedacht, dass wir hier von einer Kurssteigerung von rund 336 Prozent seit Jahresanfang sprechen? Das ist ja schon fast ein Grund für ein kleines Feiervideo. Treiber dieser beeindruckenden Kursentwicklung sind die Hoffnungen auf Glas-Substrate in der Chipindustrie. Ein spannendes Thema, das die Branche momentan ordentlich durchrüttelt!

Woran liegt das? Nun, Nvidias Investition in Corning, einen Glasspezialisten, sorgt dafür, dass immer mehr Unternehmen Glas anstelle von Kupfer in der Halbleiterproduktion nutzen. LPKF hat mit seiner LIDE-Technologie ein Verfahren zur Glasbearbeitung entwickelt, das bei vielen Halbleiterkunden bereits auf Interesse stößt. Zahlreiche Tests laufen, und man darf gespannt sein: Erste Produktionsaufträge werden im zweiten Quartal 2023 erwartet. Irgendwie fühlt es sich an wie der Beginn einer neuen Ära – aber der Hochlauf in der Fabrikation könnte frühestens 2027 beginnen. Geduld ist also gefragt!

Strategie und Sparmaßnahmen

In der Zwischenzeit führt LPKF ein Sparprogramm namens „North Star“ durch, um Produktion zu bündeln und die Kosten zu senken. Das Werk in Fürth wurde geschlossen, und die Restrukturierungskosten für 2026 werden auf drei bis vier Prozent des Umsatzes geschätzt. Das Ziel ist ambitioniert: Eine operative Marge von bis zu zehn Prozent bis 2028. Man könnte sagen, das Unternehmen hat große Pläne!

Die konservative Umsatzprognose für 2026 liegt zwischen 105 und 120 Millionen Euro, mit einer bereinigten EBIT-Marge, die um die Nulllinie schwirrt. Der Auftragseingang im ersten Quartal 2023 betrug 24,1 Millionen Euro – ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz von 1,4. Das klingt vielversprechend, oder? Wichtige Termine stehen auch an: Die Hauptversammlung findet am 4. Juni 2023 in Hannover statt, und zwei Wochen später wird CEO Klaus Fiedler die Langfriststrategie beim Anlegerforum präsentieren.

Glas als Schlüsselmaterial

Ein entscheidender Punkt in dieser Entwicklung ist der Trend in der Halbleiterindustrie, der sich zunehmend von organischen und Siliziumsubstraten hin zu Glas verlagert. Chips werden heute im Advanced Packaging und der heterogenen Integration mit verschiedenen Herstellungsverfahren produziert und in Halbleiterpackages verbaut. Glas hat sich als das neue Substratmaterial etabliert. LPKF entwickelt das Laser Induced Deep Etching (LIDE) Verfahren, um diesen Übergang von Kleinserien- zu Großserienfertigung zu ermöglichen. In den letzten zehn Jahren hat das Unternehmen industrielle Prozesse für die Glasherstellung entwickelt, die hohe Qualitätsstandards bieten und einen Fokus auf Durchsatz haben. Das LIDE-Verfahren ist mittlerweile gut etabliert und erlaubt die Verarbeitung von Glassubstraten von 100 μm bis 1,1 mm schnell, präzise und ohne Mikrorisse. Das ist doch mal eine Ansage!

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Dr. Klaus Fiedler hat angekündigt, dass die Produktionskapazitäten für die Großserienfertigung bereits 2024 erhöht werden, um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden. LPKF unterstützt seine Kunden auch aktiv bei der Einführung von Glaskernen für Advanced-Packaging-Anwendungen – das kann man sich wie eine Art technische Partnerschaft vorstellen. Sie integrieren die Technologie in die Herstellungsprozesse der Kunden oder bieten Fertigungsdienstleistungen durch die Vitrion-Division an. Das ist ziemlich clever und zeigt, dass LPKF nicht nur hinterherhinkt, sondern aktiv mitgestaltet.

Ein Markt im Umbruch

Die Halbleiterindustrie befindet sich in einem ständigen Umbruch, angetrieben durch bahnbrechende Erfindungen und neue Geschäftsmodelle. Immer mehr Unternehmen nutzen Foundries zur Auftragsfertigung, während etablierte Player ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Die Nachfrage ist dynamisch und schwer vorhersagbar. Komplexe Produktionsprozesse und eine Vielzahl von Material- und Komponentenzulieferern schaffen eine instabile Wettbewerbslandschaft. Besonders in der Chip-Industrie sind die globalen Lieferketten durch die COVID-19-Pandemie und den Ukraine-Konflikt stark belastet.

Und das ist noch nicht alles: Die Halbleiterindustrie wird zunehmend als strategisch wichtig eingestuft. Der Umsatz der weltweiten Chipindustrie wird 2022 voraussichtlich bei 633 Milliarden US-Dollar liegen – ein beeindruckender Anstieg um 55 Prozent gegenüber 2019. Prognosen deuten darauf hin, dass dieser Umsatz bis 2030 auf eine Billion US-Dollar steigen könnte. Das ist schon eine Hausnummer! Die Herstellung von Chips ist stark auf Ostasien konzentriert, wobei 2020 73 Prozent aller Chips in China, Japan, Südkorea und Taiwan produziert wurden. Dies wirft Fragen zur Sicherheit und Dominanz in der Branche auf, vor allem für Taiwan, dessen Foundry-Kapazitäten essenziell für die globale Chipproduktion sind.

Insgesamt ist die Situation spannend und herausfordernd zugleich. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Eines ist klar: LPKF hat große Pläne und scheint gut aufgestellt zu sein, um in dieser dynamischen und komplexen Welt der Halbleiter ihren Platz zu behaupten. Und wir werden mit Sicherheit ein Auge auf die Entwicklungen werfen, denn die Branche schläft nicht!