Investitionen und Herausforderungen: Thüringen im Fokus der Bau- und Handwerksbranche
In Heringen, im schönen Nordhausen, steht eine Großinvestition des Bauunternehmens Habau auf der Kippe. Ein dickes Problem gibt’s mit dem Hochwasserschutz, denn das Firmengelände liegt in einem möglichen Überschwemmungsgebiet. Und das ist noch nicht alles: Der geplante Schutzwall ist rechtlich ein echtes Hindernis. Eine Sondergenehmigung muss her, und die dafür nötigen Planfeststellungsverfahren könnten ordentlich ins Geld gehen – etwa 500.000 Euro sind da schnell zusammen. Dabei ist man bei Habau ganz optimistisch und plant ab 2027, den Standort mit Investitionen zwischen 25 und 35 Millionen Euro auszubauen. Das klingt vielversprechend, denn rund 250 neue Arbeitsplätze könnten hier entstehen. Geplant sind unter anderem ein neues Fertigbauteilwerk sowie Gebäude für Fuhrpark und Bewehrungsbau. Auch eine Elektrowerkstatt und eine Mischanlage stehen auf der Liste.
Doch nicht nur auf dem Bau sind spannende Neuigkeiten zu vermelden. In der Handwerkskammer Erfurt wurde kürzlich die Bauunternehmerin Doris König aus Urbach mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Diese Ehrung kommt nicht von ungefähr – sie hat über 86 Lehrlinge ausgebildet und sich über Jahre hinweg im Handwerk engagiert. Auch andere Persönlichkeiten wie Steffen Fischer von der Erfurter Ölmühle und Henrik Bier von der Großwäscherei Mühlhausen wurden für ihr Engagement in der IHK gewürdigt. Ein erfreuliches Zeichen, das zeigt, wie wichtig Aus- und Weiterbildung im Handwerk sind. Gleichzeitig fordern die Kammern von der Politik weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen.
Gemeinsame Anstrengungen für die Zukunft
Thüringen zeigt sich auch aktiv in der Schul- und Hortbetreuung. Zwei neue Hortgebäude in Ellrich und Heringen werden mit 2,09 Millionen Euro gefördert, um die Betreuung zu verbessern und Unterrichtsräume freizugeben. In der Grundschule Ellrich besuchen etwa 200 Schüler und in der Grundschule Heringen rund 125 Schüler den Hort – über 90 Prozent von ihnen! Der Baubeginn ist für den Herbst geplant, die Fertigstellung soll bis Ende 2027 erfolgen, und die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 2,5 Millionen Euro. Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder!
Aber nicht alles in der Region ist rosig. Ein 21-Jähriger wurde nach einem Überfall auf einen Supermarkt in Mühlhausen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das Landgericht sprach eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren aus, die zur Bewährung für drei Jahre ausgesetzt wurde. Der Überfall, bei dem mehr als 2.000 Euro erbeutet und zwei Mitarbeiter bedroht und verletzt wurden, geht auf die finanziellen Schwierigkeiten des Angeklagten zurück, die er auf seine Drogensucht zurückführt.
Hochwasserschutz auf der Agenda
Ein weiteres wichtiges Thema in der Region ist der Hochwasserschutz. Die Verantwortung dafür liegt bei den Gemeinden, die eigenständig die Hochwassergefahr beurteilen müssen. Klare Regelungen zur Aufgabenverteilung sowie die Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen sind essentiell. Die Umsetzung baulicher Hochwasserschutzmaßnahmen ist dabei an die Existenz eines Wasserwehrdienstes gekoppelt, der in vielen Gemeinden gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Freistaat Thüringen fördert die Erstausstattung solcher Dienste mit bis zu 50.000 Euro. Das umfasst alles, was man braucht – von Tauchpumpen bis hin zu Regenjacken und Stiefeln. Ein gut ausgestatteter Wasserwehrdienst kann entscheidend sein, um im Hochwasserfall schnell und effektiv zu reagieren.
Und während wir uns über die neuesten Entwicklungen in der Region informieren, gibt es auch positive Neuigkeiten: Der Brunnen in der Leinefelder Innenstadt vor der Obereichsfeldhalle ist endlich wieder in Betrieb! Bodendüsen und Fontänen wurden repariert, und das Filtersystem läuft wieder. Der Brunnen soll nun zwischen 13 und 18 Uhr eingeschaltet sein – besonders an heißen Tagen ein wahrer Lichtblick für die Bewohner und Besucher der Stadt.
Zudem müssen wir uns mit der Schließung weiterer Bankfilialen im Kyffhäuserkreis auseinandersetzen. Die Kyffhäusersparkasse hat entschieden, die SB-Filialen in Oldisleben und Wiehe zum 1. Oktober zu schließen, ein Schritt, der als Reaktion auf die zunehmende Nutzung digitaler Angebote erfolgt. Kritische Stimmen, wie die des Bürgermeisters von Sondershausen, machen deutlich, dass die Schließung der Selbstbedienungsfiliale der Deutschen Bank nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt.
