Am Freitag war es endlich so weit: Die Grundschule „Hessisches Kegelspiel“ in Großentaft (Gemeinde Eiterfeld) feierte ihren Tag der offenen Tür. Ein Fest, das nicht nur die Schüler und Lehrer, sondern auch die gesamte Gemeinde zusammenbrachte. Der Grund für die Feier? Ein umfassender Umbau des historischen Gebäudes, der mit einem stolzen Budget von rund 385.000 Euro – finanziert vom Landkreis Fulda – realisiert wurde. Die Schulleiterin Gabriele Schramm strahlte über das ganze Gesicht, als sie das Ergebnis des Umbaus präsentierte. Es ist nicht nur ein Gebäude, es ist ein Ort des Lernens, des Spielens und des Zusammenkommens geworden!

Ein großzügiger Betreuungsbereich, der perfekt in das Ganztagskonzept der Schule integriert ist, wurde geschaffen. Im Obergeschoss finden wir nun drei helle Betreuungsräume, eine moderne Ausgabeküche mit Mensa und sogar WCs. Im Erdgeschoss sind vier Klassenräume untergebracht, die Platz für 36 Schülerinnen und Schüler bieten. Und wer denkt, das wäre schon alles, der irrt – im Untergeschoss gibt es sogar einen Bastelraum, der nur darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden. Die Bauarbeiten waren jedoch kein Zuckerschlecken. Die Fachwerkkonstruktion des ehemaligen Schwesternhauses stellte hohe Anforderungen an die Statik und den Brandschutz. Ein echtes Meisterwerk, das nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Schulgemeinde möglich war.

Ein zeitlicher Spagat

Besonders bemerkenswert war der Zeitrahmen der Baumaßnahmen. Der Großteil der Arbeiten fand in den Ferien statt, einige mussten allerdings auch während der Schulzeit durchgeführt werden. Irgendwie eine Herausforderung, die aber, so scheint es, alle Beteiligten mit Bravour gemeistert haben. Die Vorbereitungen für die Ganztagsbetreuung haben bereits Ende 2023 begonnen, während der Baustart in den Sommerferien 2024 liegt. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Fertigstellung im Spätsommer 2025 erfolgen. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf 335.000 Euro, während die Ersteinrichtung der neuen Räume mit zusätzlichen 50.000 Euro zu Buche schlägt.

Doch nicht nur der Umbau selbst beeindruckt, auch die Auszeichnungen, die die Schule bei der Einweihung erhielt, sind bemerkenswert. Die Zertifikate „Prima Canta – Jedem Kind seine Stimme“ und „Biosphären-Schule“ sind nicht nur Titel, sondern auch eine Bestätigung für das Engagement der Schule in den Bereichen Musik und Umweltbildung.

Der Hessische Kegelspiel

Doch was hat das alles mit dem Hessischen Kegelspiel zu tun? Nun, die Grundschule trägt nicht nur den Namen einer regionalen Besonderheit, sondern ist auch ein Teil dieser faszinierenden Landschaft. Der Hessische Kegelspiel umfasst eine Gruppe von neun kegelförmigen Erhebungen, die wie aufgereihte Perlen in der Landschaft stehen. Der höchste Punkt, der Soisberg, ist nicht nur der nördlichste Basaltkegel der Soisberger Kuppenrhön, sondern bietet auch einen atemberaubenden Blick vom Aussichtsturm. Man könnte sagen, dass die Schule in einer Region voller Inspiration und Naturwunder liegt, die das Lernen nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch draußen in der freien Natur anregen kann.

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In der Umgebung gibt es zahlreiche Merksätze, die die Schüler sicher irgendwann lernen werden. Ein Beispiel ist: „Ein Wiesel trägt auf seinem Rücken einen Apfel durch ein Stoppelfeld in einen kleinen, morschen Stall auf einer Lichtung, so is es.“ Jeder Kegel hat seine Geschichte, und es ist spannend, wie diese Geschichten mit dem Alltag der Schüler verwoben werden können.

Investitionen in die Zukunft

Doch die Grundschule „Hessisches Kegelspiel“ ist nicht allein mit ihren Herausforderungen. Der Bund hat ein Investitionsprogramm ins Leben gerufen, das den Ausbau von Ganztagsschulen in Hessen fördert. Diese Mittel sind für Neubauten, Umbauten und die Ausstattung der kommunalen Bildungsinfrastruktur gedacht. Ziel ist es, Bildungs- und Betreuungsplätze für Kinder im Grundschulalter zu schaffen oder zu erhalten. Hier haben öffentliche Schulträger und viele andere Einrichtungen die Möglichkeit, ihre Anträge bis Ende 2024 einzureichen, um von diesen Fördermitteln zu profitieren.

Die Zukunft sieht also vielversprechend aus, nicht nur für die Grundschule „Hessisches Kegelspiel“, sondern für alle Schulen, die sich dem Ganztagskonzept öffnen und damit den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Diese Investitionen sind ein Schritt in eine bessere Bildungslandschaft in Hessen und darüber hinaus.