Der Gesundheitssektor zieht zunehmend die Aufmerksamkeit globaler Private-Equity-Fonds (PE) auf sich. Diese Entwicklung ist nicht einfach nur ein Trend, sondern scheint sich zu einer echten Welle zu mausern. Laut Bain Capital stieg der Transaktionswert im Gesundheitsbereich bis 2025 auf satte 191 Milliarden US-Dollar – ein neuer Rekord, der den bisherigen Höchststand von 2021 übertrifft. Das ist, gelinde gesagt, beeindruckend! Mit einem Wert von 156 Milliarden US-Dollar für Exit-Transaktionen in derselben Zeit bietet der Sektor nicht nur vielversprechende Akquisitionen, sondern auch lukrative Möglichkeiten für Ausstiege.

Seit 2026 zeigt sich eine bemerkenswerte Wachstumsrate bei Akquisitionen und Kontrollinvestitionen, auch in China. Hier hat sich viel getan – Jingguanguan Yizhuang Kangqiao Healthcare M&A Investment Fund hat beispielsweise die Mehrheitsbeteiligung an Youer Pharmaceutical erworben. Und Hillhouse Capital hat im Februar 2026 eine Beteiligung an Bristol Myers Squibb ergattert. Solche Deals sind nicht nur Zahlen – sie erzählen Geschichten von strategischen Entscheidungen und dem Streben nach Innovation.

Wachstum und strategische Veränderungen

Die Investitionslandschaft hat sich gewandelt. Während in Europa und Nordamerika das Verhältnis von PE- zu VC-Investitionen im Gesundheitssektor bei 7:3 liegt, zeigt sich in China ein umgekehrtes Bild. Hier dominieren nach wie vor VC-Investitionen, während PE-Fonds ihre Aktivitäten ausweiten. Immer mehr Fonds, die ursprünglich auf Wachstumsinvestitionen fokussiert waren, nehmen nun Akquisitionen ins Visier. TPG hebt hervor, dass die Entwicklung hochwertiger Gesundheitsunternehmen Zeit benötigt – und das ist eine weise Einsicht.

Was die Strategien betrifft, so gehen PE-Fonds zunehmend von einem transaktionsorientierten Ansatz zu langfristigen, veränderungsorientierten Strategien über. In einer Marktumgebung, die zwar günstig ist, aber auch die Herausforderung birgt, Wachstumsprojekte mit hoher Wachstumsrate zu finden, sind Veränderungen gefragt. Multinationale Unternehmen trennen sich von etablierten Vermögenswerten, was für PE-Fonds neue Chancen eröffnet. In der Biopharmazie konzentrieren sich Investoren auf Bereiche, die weniger politischem Risiko ausgesetzt sind, während im Bereich medizinische Geräte das Interesse an von großen Unternehmen abgespaltenen Vermögenswerten wächst.

Marktentwicklungen und Megadeals

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Private-Equity-Markt im Gesundheitssektor im Jahr 2024 ein Transaktionsvolumen von rund 115 Milliarden US-Dollar erreichte – das zweithöchste aller Zeiten. Der „Global Healthcare Private Equity Report 2025“ von Bain & Company analysiert diese Entwicklungen und zeigt, dass Nordamerika mit einem Anteil von 65% das Transaktionsvolumen dominiert. Europa folgt mit 22% und der asiatisch-pazifische Raum kommt auf 12%. Die Anzahl der Transaktionen blieb stabil, was auf eine gewisse Resilienz des Marktes hindeutet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Besonders auffällig ist die Zunahme von Megadeals – fünf Transaktionen überstiegen 2024 die Marke von fünf Milliarden US-Dollar, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Im Biopharma-Segment bleibt die Nachfrage stark, auch wenn die Gesamtzahl der Deals seit 2020 rückläufig ist. Die Healthcare-IT-Szene zeigt sich hingegen wieder auf dem Weg der Besserung, was zeigt, wie wichtig Effizienzsteigerungen in der Branche sind. Die vier wesentlichen Trends, die die PE-Landschaft prägen, sind: kontinuierliches Wachstum im Mid-Market, Carve-outs von Unternehmen, strategische Maximierung des Unternehmenswerts und das wachsende Interesse an Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum.

Die Aussichten sind insgesamt optimistisch, wie Bain-Partner Dr. Franz-Robert Klingan betont. In einer Zeit, in der der Gesundheitssektor im Fokus steht, könnte man sagen, dass die Zukunft der Private-Equity-Investitionen in diesem Bereich voller Möglichkeiten steckt. Ob die Investoren diese Chancen nutzen können, bleibt abzuwarten – aber eines ist sicher: Der Gesundheitssektor bleibt ein heißes Pflaster für Investoren.