Fulda im Aufbruch: Werner Schmid GmbH setzt mit neuer Kunststoffhalle auf Innovation und Nachhaltigkeit
Heute ist der 4.05.2026, und in Fulda tut sich etwas Großes! Die Werner Schmid GmbH hat kürzlich eine neue Kunststofffertigungshalle eröffnet – ein echter Meilenstein in der 80-jährigen Firmengeschichte. Mit einer Investitionssumme von satten 10 Millionen Euro ist das die größte Einzelinvestition, die das Unternehmen je getätigt hat. Die offizielle Eröffnung fand in der Donaustraße statt, wo sich nun die hochmoderne Halle für die Kunststoffproduktion erstreckt.
Ein Umzug bei laufendem Betrieb, das ist kein Zuckerschlecken! Doch die Werner Schmid GmbH hat sich dieser Herausforderung erfolgreich gestellt. Die neue Halle, die bereits 2018 erworben wurde, erfuhr seit Ende 2021 eine gründliche Sanierung. Dabei wurden nicht nur das Dach und die Elektroinstallation auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch ein innovatives Heizkonzept entwickelt, das die Abwärme der Fertigungsanlagen nutzt. So wird nicht nur effizient produziert, sondern auch nachhaltig gearbeitet.
Wachstum und Herausforderungen in der Kunststoffindustrie
Die Nachfrage nach Kunststoffpritzguss-Bauteilen, insbesondere für die Lüftungsindustrie, ist während der Coronazeit stark gestiegen. Ein Trend, der sich auch in den Unternehmenszahlen widerspiegelt: 220 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von 34,3 Millionen Euro bis 2025 – das sind beeindruckende Eckdaten! Und wenn man bedenkt, dass jährlich 1254 Tonnen Grundstoffgranulat verarbeitet werden, wird klar, dass hier einiges an Bewegung drin ist.
Doch die Geschäftsführer Matthias und Joachim Hauß sind sich der Herausforderungen bewusst. Die konjunkturell fragile Wirtschaftslage, steigende Personal- und Energiekosten sowie die Bürokratie machen der Branche zu schaffen. Landrat Bernd Woide und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow lobten den Mut und das Bekenntnis der Familie Hauß zum Standort Fulda, was in diesen ungewissen Zeiten umso wichtiger ist.
Ein Blick auf die Kunststoffbranche in Deutschland
Schaut man über die Landesgrenzen hinaus, sieht die Situation in der deutschen Kunststoffindustrie etwas gemischt aus. Mit einem jährlichen Umsatz von 61,5 Milliarden Euro beschäftigt die Branche 322.000 Menschen in über 3.000 Betrieben. Doch der Sektor hat mit einem Rückgang der Kunststoffproduktion von 17,6% im Jahr 2023 im Vergleich zu 2021 zu kämpfen. Dennoch stieg der Einsatz von recycelten Kunststoffen zwischen 2021 und 2023 im Durchschnitt um 8,2% pro Jahr – ein Lichtblick inmitten der Herausforderungen.
2023 wurden in Deutschland über 1,93 Millionen Tonnen Rezyklate verwendet. Und man darf nicht vergessen, dass der Anteil von Kunststoffrezyklaten an der Verarbeitungsmenge bei etwa 15% liegt. Ein klarer Trend in Richtung Nachhaltigkeit! Die Branche investiert auch in innovative Produktionsprozesse, um die Energieeffizienz zu steigern. Über 89% der Hersteller sind von hohen Energiekosten betroffen, und 20% sehen ihre Existenz gefährdet. Das zeigt, wie wichtig es ist, verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik zu fordern.
Mit einem Auge auf die Zukunft, investiert die Werner Schmid GmbH nicht nur in ihre neuen Hallen, sondern auch in die Nachhaltigkeit ihrer Produktionsprozesse. Solche Schritte sind entscheidend, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Kunststoffindustrie hat ihre Herausforderungen, aber auch ihre Chancen. Und der Standort Fulda scheint sich als ein Ort des Wandels und der Innovation zu etablieren.
