FACC auf Höhenflug: Rekordzahlen und starke Partnerschaften treiben den Kurs nach oben
Die FACC-Aktie hat in den letzten Monaten eine beeindruckende Reise hinter sich. Seit Juni 2025 ist sie um über 162 Prozent gestiegen! So verwundert es nicht, dass der Schlusskurs am Freitag bei 17,70 Euro lag – nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 18,98 Euro. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf eine anhaltende Kauflaune zurückzuführen, die durch einen soliden Auftragsbestand bis in die 2030er Jahre unterstützt wird. Weltweit sind mehr als 17.700 Flugzeuge bestellt, und die großen Hersteller Airbus und Boeing müssen ihre Produktion erhöhen, um dieser Nachfrage gerecht zu werden.
FACC ist kein unbekannter Name im Flugzeugbau. Die Firma aus Ried im Innkreis, Oberösterreich, ist spezialisiert auf die Herstellung von Strukturbauteilen aus Verbundwerkstoffen, wie Höhenleitwerken, Seitenleitwerken und Verkleidungen. Neuester Clou: Ein neues Werk wird gerade in St. Martin im Innkreis gebaut. Für 120 Millionen Euro wird dort eine Produktionsfläche von rund 20.000 Quadratmetern geschaffen, die Mitte 2028 in Betrieb genommen werden soll. Bis Ende 2029 soll die Produktion dann hochgefahren werden – ein spannendes Projekt, das die Zukunft des Unternehmens nachhaltig beeinflussen könnte.
Starker Umsatz und operatives Ergebnis
Die Zahlen sprechen für sich: Im ersten Quartal 2026 konnte FACC einen Umsatz von 258,2 Millionen Euro verzeichnen – ein Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich sogar verdoppelt und beträgt nun 9,7 Millionen Euro. Alle drei Geschäftsbereiche, nämlich Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors, haben ihren Teil zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Ein Effizienzprogramm mit dem klangvollen Namen „CORE“ half ebenfalls, die gestiegenen Material- und Personalkosten abzufedern.
Analysten sind optimistisch. Die Erste Group hat das Kursziel im Mai auf 18,70 Euro angehoben und empfiehlt die Aktie mit „Kaufen“. ODDO BHF sieht das ähnlich und bewertet die Aktie mit „Outperform“. Sie erwarten ein organisches Wachstum im zweistelligen Bereich für 2026 bis 2028. Das klingt vielversprechend! Die technischen Indikatoren zeigen zudem, dass die Aktie 43,67 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 12,32 Euro liegt – ein gutes Zeichen für Investoren.
Langfristige Partnerschaften und Kundenbeziehungen
Die langfristigen Beziehungen zu großen Herstellern wie Airbus, Boeing und Embraer sind ein wichtiges Standbein für FACC. Airbus hat 2025 seinen Umsatz auf 73,4 Milliarden Euro gesteigert und 793 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Boeing meldete sogar einen Umsatz von 89,5 Milliarden Dollar und die höchste Zahl an ausgelieferten Maschinen seit 2018 – 600 an der Zahl. Embraer hat in der gleichen Zeit einen Rekordumsatz von 7,6 Milliarden Dollar erzielt, und das ist kein Zufall: FACC liefert wichtige Komponenten und Systeme an all diese Flugzeugbauer.
Wusstet ihr, dass Airbus 46,2 Prozent des Gesamtumsatzes von FACC ausmacht? Die A320-Familie allein macht mehr als 37 Prozent des Umsatzes aus. FACC ist zudem der weltweit größte Produzent von Winglets und hat 2024 das 2.000ste Sharklet-Shipset an Airbus geliefert. Das sind beeindruckende Leistungen! Die Zusammenarbeit mit Embraer besteht bereits über 20 Jahre, und FACC wurde 2025 mit dem Supplier of the Year Award in der Kategorie Aerostructures ausgezeichnet. Das spricht für die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte.
Die Partnerschaft mit Boeing begann bereits 1987 und umfasst die Lieferung von Kabinenausstattungen und Winglets. Für den Boeing 787 Dreamliner produziert FACC Spoiler und Schubumkehrgehäuse. Seit 2020 ist das Unternehmen außerdem Mitglied im Premier Bidder Program von Boeing. Solche langfristigen Kundenbeziehungen sind nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern auch ein starkes Fundament für die zukünftige Entwicklung von FACC.
