Heute ist der 29.06.2026, und in der Welt der Energiepolitik tut sich etwas Aufregendes. Ägypten prüft ein Übernahmeangebot von Ratio Petroleum für die britische Firma Pharos Energy. Wenn das klappt, könnte das die erste direkte Beteiligung eines israelischen Unternehmens im ägyptischen Energiesektor sein. Das wäre ja mal ein Schlag ins Wasser, oder? Für die, die es nicht wissen: Ratio Petroleum hat erst kürzlich die Übernahme von Pharos besiegelt, das Minderheitsanteile an zwei Ölkonzessionen in der westlichen Wüste Ägyptens hält. Die gesamte Transaktion hat einen Wert von rund 150 Millionen Dollar und könnte in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden. Aber, und das ist wichtig, die ägyptischen Behörden müssen erst noch ihr Okay geben.

Natürlich könnte das Ganze auf Widerstand stoßen. Die ägyptische Bevölkerung ist – wie man so schön sagt – mehrheitlich gegen normalisierte Beziehungen zu Israel, trotz des Friedensabkommens von 1979. Wer hätte gedacht, dass die geopolitischen Spannungen so lange nachwirken? Francesco Sassi, Energie-Experte von der Universität Oslo, hält eine Genehmigung für wahrscheinlich. Er sieht den Deal als einen „natürlichen Schritt“ in der wachsenden energiepolitischen Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Israel, selbst wenn die politische Lage seit dem 7. Oktober 2023 angespannt geblieben ist. Irgendwie faszinierend, wie sich die Dinge entwickeln!

Ägyptens Abhängigkeit von israelischer Energie

In den letzten Jahren hat Ägypten tatsächlich die Abhängigkeit von israelischer Energie verstärkt. 2018 begann das Land, große Mengen israelischen Gases zu importieren – und das im Rahmen eines umstrittenen Milliardenvertrags. Im vergangenen Dezember wurde dann noch ein Vertrag über den Import von 130 Milliarden Kubikmetern Gas aus Israel bis 2040 unterzeichnet – im Wert von ganzen 35 Milliarden Dollar. Das ist schon eine ordentliche Summe, oder? Es zeigt, wie sehr Ägypten darauf setzt, die Beziehungen zu Israel zu vertiefen.

Was Ratio Petroleum betrifft, so würde das Unternehmen Anteile von jeweils 45 Prozent an den Konzessionen Fayum und North Beni Suef erwerben, die von IPR Energy betrieben werden, das die verbleibenden 55 Prozent hält. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Deal tatsächlich zustande kommt und wie die ägyptische Bevölkerung darauf reagiert. Schließlich könnte der Wind sich schnell drehen, und man hat ja schon oft gesehen, wie sich die Stimmungen in der Region ändern können. Der Energiesektor ist da oft ein Spielball der Politik – spannend und zugleich besorgniserregend.