Heute ist der 7.07.2026 und wir befinden uns in einer Zeit, in der der Traum vom Eigenheim für viele zum greifbaren Ziel geworden ist. Doch in Deutschland, wo das Eigenheim für viele das Symbol von Sicherheit und Unabhängigkeit darstellt, zeigt sich eine überraschende Kehrseite. Die steuerlichen Rahmenbedingungen machen es Selbstnutzern schwer, während Vermieter in den großen Städten wie Berlin, München oder Hamburg deutlich besser dastehen. Ein echter Schock, wenn man bedenkt, dass man für ein Eigenheim oft sein ganzes Erspartes auf den Tisch legt!

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat nun aufgedeckt, dass Selbstnutzer in den sieben größten deutschen Städten eine Eigenkapitalrendite von etwa 6% erzielen. Das klingt erstmal ganz nett, oder? Doch im Vergleich dazu erreichen Vermieter eine Rendite von knapp 9%. Das sind fast drei Prozentpunkte, die auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, aber über die Jahre hinweg – und vor allem beim Barwert – einen gewaltigen Unterschied machen. In Metropolen summiert sich dieser Nachteil auf über 87.000 Euro! Wer hätte das gedacht? Außerhalb der großen Städte liegt der Nachteil für Selbstnutzer immerhin noch bei 40.000 bis 52.000 Euro.

Grunderwerbsteuer und ihre Folgen

Kommen wir zur Grunderwerbsteuer, einem weiteren echten Schockmoment für Eigenheimkäufer. In Nordrhein-Westfalen müssen Käufer für eine Immobilie im Wert von 500.000 Euro satte 32.500 Euro an Grunderwerbsteuer zahlen – und das lässt sich nicht steuerlich absetzen! Vermieter hingegen können von Abschreibungen, Kreditzinsen und Instandhaltungskosten profitieren. Ein echter Nachteil, der sich für Selbstnutzer als schmerzhafte Steuerfalle entpuppt. Während Vermieter Steuererstattungen in Form von jährlichen Rückflüssen erhalten, bleibt Selbstnutzern dieser finanzielle Vorteil verwehrt. Ja, das klingt fast wie eine Farce!

Michael Voigtländer, der Immobilienexperte des IW, fordert deshalb gezielte Entlastungen für Eigenheimkäufer. Vorschläge wie niedrigere Grunderwerbsteuern und zinsgünstige Nachrangdarlehen könnten den Weg zu mehr Wohneigentum ebnen. Denn es sind vor allem strukturschwache Regionen mit hohen Mietrenditen, in denen sich der Kauf eines Eigenheims steuerlich lohnt. In Deutschland haben nur 11 Landkreise im Jahr 2025 eine Mietrendite von über 6,78% erreicht, was zeigt, wie rar diese attraktiven Bedingungen sind.

Ein Blick über die Grenzen

Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland besonders schlecht ab. Während in den Niederlanden Selbstnutzer eine Grunderwerbsteuer von lediglich 2% zahlen, müssen Vermieter dort mit 10,4% rechnen. Die Rendite von Selbstnutzern liegt dort bei etwa 12%. Das bringt uns auf die Frage: Warum haben wir in Deutschland eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten in Europa? 2022 lebten nur 44% der Menschen in Eigenheimen, während der EU-Durchschnitt bei rund 70% liegt. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, nicht wahr?

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Ein weiterer Punkt, der uns zum Nachdenken anregen sollte: 49% der Mieter zwischen 50 und 64 Jahren haben eine Altersvorsorgelücke, während nur 14% der Wohneigentümer in dieser Lage sind. Das zeigt, dass Wohneigentum nicht nur eine finanzielle Entscheidung ist, sondern auch eine Absicherung für die Zukunft darstellt.

Wie dem auch sei, die steuerlichen Rahmenbedingungen müssen dringend reformiert werden, um den privaten Vermögensaufbau zu fördern. Der Zugang zu Wohneigentum sollte nicht nur für Kapitalanleger, sondern für jeden möglich sein. Es bleibt abzuwarten, ob die Politik darauf reagiert und ob Eigenheimkäufer bald in den Genuss fairer Bedingungen kommen – denn das wäre einfach nur fair und, ganz ehrlich, längst überfällig!