DAZN, die Streaming-Plattform, die nicht nur den Sport, sondern auch die Art und Weise, wie wir ihn konsumieren, revolutioniert hat. Gegründet 2016 mit dem Ziel, das „Netflix des Sports“ zu werden, hat die Plattform in den letzten Jahren einiges erlebt. Len Blavatnik, der hinter der Perform Group steht, hat mehr als sechs Milliarden Euro in dieses Abenteuer investiert – eine Summe, die sich gewaschen hat! Während die erste Saison für nur 9,99 Euro pro Monat internationalen Fußball und US-Sport anbot, schießen die Sportrechte-Ausgaben bis 2026 auf rund 18,5 Milliarden Euro in die Höhe. Es ist kein Wunder, dass DAZN mittlerweile als Hauptsender der Champions League agiert und dafür über 200 Millionen Euro jährlich auf den Tisch legt.

Die Plattform hat sich vor allem in Deutschland, Japan, Spanien, Italien und Frankreich einen Namen gemacht, ist aber in über 200 Märkten weltweit verfügbar. Die Abonnentenpreise schwanken zwischen 34,99 und 44,99 Euro, und während DAZN bis 2024 mit einem Minus von etwa 9,4 Milliarden Euro kämpfte, wird ab dem zweiten Halbjahr 2024 endlich die Gewinnzone in Deutschland erreicht. Ein kleiner Lichtblick in der ansonsten herausfordernden Welt der Streaming-Dienste!

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Reise von DAZN war alles andere als geradlinig. Zuerst als Start-up gestartet, dann als aggressiver Angreifer, und jetzt in der kostendeckenden Phase unter der Führung von Alice Mascia. Und auch wenn Sami Khedira nicht mehr als Experte auf der Plattform zu sehen ist, bleibt die Verbindung zum Sport stark – Michael Ballack und Nils Petersen sind nach wie vor aktiv. Interessant ist auch, dass DAZN plant, sich ständig neu zu erfinden, was Rechte und TV-Gesichter betrifft. Man kann also gespannt sein, was da noch kommt!

Im März 2023 wurde DAZN RISE ins Leben gerufen, ein Streaming-Sender, der sich auf Frauensport in Deutschland und Österreich spezialisiert. Mit einem breiten Portfolio, das von Bundesliga über UEFA Champions League bis hin zu internationalen Sportarten wie NFL und NBA reicht, hat sich DAZN eine beachtliche Stellung im Sport-Streaming-Markt erkämpft. Die Zuschauerzahlen der Konferenzspiele, die im Schnitt 900.000 Zuschauer anziehen, belegen das eindrucksvoll.

Ausblick und Herausforderungen

Doch wie so oft im Leben, gibt es auch Herausforderungen. Ab der Saison 2027/28 wird DAZN die Champions League an Paramount+ verlieren, dafür aber die Europa- und Conference-League-Rechte neu im Programm haben. Gleichzeitig gibt es im deutschen Sport-Streaming-Markt eine Welle der Veränderungen. Sky Deutschland und Amazon haben eine strategische Allianz gebildet, die WOW Live-Sport in die Prime-Video-App integriert. Das bedeutet, dass die Fans sich auf eine fragmentierte Landschaft einstellen müssen, in der sie mehrere Abos benötigen, um alle gewünschten Inhalte zu sehen. Ehrlich gesagt, das kann schon mal frustrierend sein!

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Die Fragmentierung des Marktes wird durch die steigenden Abo-Kosten und die Einführung werbefinanzierter Angebote noch verstärkt. Ein Drittel der Fans empfindet die Streaming-Kosten als zu hoch. Und in Österreich droht Sky der Verlust der Bundesliga-TV-Rechte ab 2026/27, was das ganze Marktgefüge weiter durcheinanderwirbeln könnte.

So bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Eines ist klar: DAZN hat das Potenzial, weiterhin eine zentrale Rolle im Sport-Streaming zu spielen, aber die Konkurrenz schläft nicht. Und die Fans? Die müssen sich auf ein aufregendes, aber auch herausforderndes Zeitalter des Streamings einstellen. Wie viele Abos sind zu viel, und wo bleibt der Spaß? Fragen über Fragen, die uns in der nächsten Zeit sicherlich beschäftigen werden!