Zukunft des Wohnens: Innovative Konzepte und Chancen für Investoren
Heute ist der 8.06.2026 und in der Immobilienwelt tut sich einiges. Ein spannendes Thema, das gerade für frischen Wind sorgt, sind moderne Wohnkonzepte. Jan-Christoph Maiwaldt, der CEO der Reos GmbH, hat im L’Immo-Podcast über diese komplexen Wohnformen gesprochen. Reos fungiert als Plattformanbieter, der operatives Management, digitale Infrastruktur und datenbasierte Intelligenz vereint. Was steckt dahinter? Das Ziel von Reos ist klar: effiziente, skalierbare und vor allem wertstabile Immobilien zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass Maiwaldt über 15 Jahre Erfahrung in der Energie- und Immobilienwirtschaft hat (er war mehr als ein Jahrzehnt CEO der Noventic Group), kann man sich vorstellen, dass hier innovative Ansätze auf den Tisch kommen.
Seit Anfang 2024 hat Maiwaldt das Ruder bei Reos übernommen. Neben seiner Rolle als CEO ist er auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Power Plus Communications AG, einem Hersteller von Smart-Meter-Gateways. Es ist also kein Wunder, dass er sich in der Schnittstelle zwischen Technologie und Immobilien gut auskennt. Der L’Immo-Podcast bietet übrigens regelmäßig interessante Einblicke in die Immobilienbranche – unbedingt reinhören!
Studierende und die Zukunft des Wohnens
Ein weiterer Aspekt, der nicht fehlen darf, ist die demografische Entwicklung in Deutschland, insbesondere im Bereich des studentischen Wohnens. Laut der Studie „Deutscher PBSA-Markt 2025“ von JLL wird sich die Situation in den kommenden Jahren deutlich verändern. Immer weniger deutsche Studienanfänger entscheiden sich für ein Studium, während die Zahl internationaler Studierender kontinuierlich ansteigt. Der Anteil internationaler Erstsemester stieg 2024/25 um 10 % – von 22 % auf 30 % innerhalb von nur zehn Jahren. Das ist schon eine Hausnummer!
Doch wo sollen all diese neuen Studierenden unterkommen? Ein Angebotsdefizit droht. Für das Studienjahr 2024/25 fehlten rund 580.000 Betten für Purpose-Built Student Accommodation (PBSA), und bis 2030 könnte dieses Defizit auf über 700.000 anwachsen. In großen Städten wie Berlin und München ist die Nachfrage besonders hoch. Die private PBSA-Nachfrage hat sich verändert – etwa 50 % des Marktes entfällt mittlerweile auf hybride Konzepte, die nicht nur Studierende, sondern auch Young Professionals und Expats ansprechen. Und die Mieten? Sie liegen im Durchschnitt bei 870 €, wobei hybride Konzepte sogar bei 1.070 € liegen. Da wird einem schon schwindelig!
Marktentwicklung und Renditechancen
Die Entwicklungen zeigen auch, dass Investoren ein wachsendes Interesse an diesen Immobilien zeigen. 2024 stieg das Investitionsvolumen in europäische PBSA-Immobilien um 38 %. Deutschland hat hier enormes Wachstumspotenzial, besonders wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Multiplikator bei 22 bis 24 des NOI liegt und die Spitzenrendite zwischen 4,1 % und 4,5 % liegt. Das Vertrauen in diese Assetklasse nimmt zu, was sich auch im verringerten Renditespread zum allgemeinen Wohninvestmentmarkt widerspiegelt.
Die Mischung aus steigender Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum und den Herausforderungen des Angebotsdefizits könnte einen spannenden Cocktail an Möglichkeiten für Investoren und Anbieter kreieren. Es bleibt also spannend, wie sich die Wohnkonzepte und die Immobilienlandschaft in den nächsten Jahren weiterentwickeln werden. Denn eines ist sicher: Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich, und die Immobilienbranche muss Schritt halten.
