Eintracht Frankfurt steckt mal wieder mitten in einem Sturm. Die Unruhe um den Sportvorstand Markus Krösche wird immer lauter. Gerüchte über einen möglichen Interessenkonflikt in Verbindung mit einem Immobiliendeal schwirren durch die Medien. Das Ganze dreht sich um ein Grundstück auf der kroatischen Insel Dugi Otok, das Krösche angeblich mit Hilfe von Lana Banely, der Ehefrau des Spielerberaters Andy Bara, erworben hat. Und jetzt wird’s spannend: Bara berät zur gleichen Zeit mehrere Spieler, die zur Eintracht gewechselt sind, darunter Jérôme Onguéné, Hrvoje Smolcic und Kristijan Jakic. Da fragt man sich doch, wie das alles zusammenpasst.

Die Diskussion über diesen Deal hat sich im Videopodcast FUSSBALL 2000 entzündet, der am 13.07.26 veröffentlicht wurde. Hier wird nicht nur der Deal selbst, sondern auch die möglichen Probleme für Krösche und die Eintracht thematisiert. Schaut man sich die letzten Monate an, wird schnell klar, dass der Kader von Eintracht Frankfurt zum Trainingsstart unvollständig ist und dringend Verstärkung benötigt. Die Verantwortlichen haben also mehr als nur eine Baustelle, um die sie sich kümmern müssen.

Der Immobilien-Deal und seine Folgen

Markus Krösche muss sich nun erklären. Laut einem Bericht der „Bild“ war der Immobilienkauf nicht nur eine einfache Transaktion; er soll mit einem weiteren Grundstücksgeschäft von Banely verknüpft gewesen sein, und beide Geschäfte wurden am selben Tag abgeschlossen. Ein Schelm, der Böses denkt! Die „Bild“ sieht hier einen klaren Interessenkonflikt – und das zu Recht, denn Krösche hat die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorab über den Deal informiert. Eintracht Frankfurt hat ihn mittlerweile aufgefordert, Licht ins Dunkel zu bringen.

Krösche selbst hat den Sachverhalt dem Kontrollgremium erläutert. Interessanterweise betont der Verein, dass er weiterhin das Vertrauen des Aufsichtsrats genießt. Das Gremium selbst sieht aktuell keinen Interessenkonflikt. Ob das wirklich so ist oder ob hier nur die Wogen geglättet werden sollen, bleibt abzuwarten. Krösches Anwalt hat jedenfalls jeden Zusammenhang zwischen dem Immobilienerwerb und den Spielerwechseln zurückgewiesen. Aber man muss sich schon fragen: Wie viel Zufall ist da im Spiel?

Die Spieler und ihre Verbindungen

Die Zusammenhänge sind auf jeden Fall brisant. Während Krösche im Mai 2022 das Grundstück kaufte, holte er gleichzeitig drei Spieler aus Baras „Portfolio“ nach Frankfurt. Jérôme Onguéné kam ablösefrei aus Salzburg, ist mittlerweile aber bei Petrolul in Rumänien gelandet und hat für die Eintracht kein Pflichtspiel bestritten. Hrvoje Smolcic wurde für 2,5 Millionen Euro von HNK Rijeka verpflichtet, spielt jetzt für Corum FK und hat 20 Spiele für die Eintracht absolviert. Und Kristijan Jakic, der für 3,5 Millionen Euro von Dinamo Zagreb kam, hat immerhin 54 Spiele für die Eintracht gemacht, wechselt aber jetzt zum FC Augsburg. Da fragt man sich schon, ob diese Transfers nicht auch in einem anderen Licht betrachtet werden sollten.

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Ein weiterer interessanter Punkt: Albert Riera, der im Februar von Krösche verpflichtet und im Mai wieder entlassen wurde, steht ebenfalls bei Baras Agentur „Niagara Sports“ unter Vertrag. Komische Zufälle, oder? Und während die Eintracht in den letzten Jahren hohe Transfererlöse erzielt hat und die Qualifikation für die Champions League erreicht hat, scheinen die Schattenseiten immer näher zu rücken. Die Frage bleibt: Kann Eintracht Frankfurt die Unruhen um Krösche und diesen Immobilien-Deal hinter sich lassen und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren? Die Zeit wird zeigen, ob sich die Wogen glätten oder ob noch mehr auf uns zukommt.