LEG Immobilien: Trotz Herausforderungen auf Wachstumskurs in Köln
Heute ist der 26.05.2026. Wenn man sich die aktuellen Zahlen von LEG Immobilien anschaut, könnte man meinen, das Unternehmen steht vor einer Herausforderung. Aber so einfach ist es nicht. Trotz eines Rückgangs im Adjusted Funds from Operations (AFFO) um 5,9 % auf 58,6 Millionen Euro hält LEG an seinen Jahreszielen fest. Das ist schon mal ein starkes Stück. Die Nettokaltmiete stieg im ersten Quartal um 3,3 % auf satte 237,1 Millionen Euro, und das bereinigte EBITDA wuchs um fast 6 % auf 183,6 Millionen Euro. Das zeigt: Da ist nach wie vor Bewegung im Karren.
Der operative Cashflow hat sich sogar um 14,5 % auf 126,3 Millionen Euro verbessert. Das sind alles positive Signale, die man nicht unterschätzen sollte. Mit über 171.000 vermieteten Wohnungen und einer stabilen Leerstandsquote von 2,4 % steht das Unternehmen nicht so schlecht da, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Klar, die Aktie notiert derzeit bei 59,30 Euro – das sind rund 20 % unter dem Vorjahreswert, und im März fiel sie sogar auf ein Jahrestief von 54,05 Euro. Aber man sieht ja, dass sie sich leicht erholt hat. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell nur knapp 1 %.
Ein Blick in die Zukunft
Das Management hat große Pläne. Für 2026 wird ein AFFO zwischen 220 und 240 Millionen Euro angestrebt. Wow, das klingt nach einer ordentlichen Hausnummer! Auch das Mietwachstum soll auf vergleichbarer Fläche bis zu 4 % erreichen. Für das erste Halbjahr 2026 rechnet man mit einer stabilen Bewertung des Portfolios – vielleicht sogar mit einem Zuwachs von bis zu 1 %. Das macht Hoffnung auf eine positive Entwicklung in einem ansonsten turbulenten Markt.
Die vollständige Halbjahresbilanz wird am 10. August veröffentlicht. Das wird spannend! Man fragt sich ja, wie sich der Markt bis dahin entwickelt. In Köln beispielsweise, wo die Angebotsmieten in der zweiten Jahreshälfte 2025 von 15,58 €/m² auf 16,39 €/m² gestiegen sind, zeigt sich ein regelrechter Boom. Das jährliche Mietwachstum hat sogar von +3,3 Prozent auf +5,8 Prozent zugenommen. Und die Qualitätsbereinigten Mieten sind um beeindruckende +7,1 Prozent gewachsen!
Köln im Fokus
In der Domstadt sind die Preise für Neubauten auf 19,01 €/m² angestiegen, und das mit einer Fünfjahres-CAGR von +8,3 Prozent. Die Preise für Bestandsimmobilien lagen bei 16,10 €/m² mit einem Wachstum von +5,3 Prozent. Das ist eine klare Stärkung der Fundamentaldaten und zeigt, dass Köln als Investitionsstandort immer attraktiver wird.
Doch die Situation ist nicht nur rosig. 2024 erreichte die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten mit 1.819 den niedrigsten Stand seit 1990 – ein Rückgang um fast 50 Prozent im Vergleich zu 2023. Das wirft Fragen auf. Mit nur 16 Fertigstellungen pro 10.000 Einwohner hat Köln die geringste Bautätigkeit unter den Big-8-Städten. Die Versorgungslücke wird mit 29 Einheiten pro 10.000 Einwohner beziffert. Wenn man bedenkt, dass die Baugenehmigungsrate bei 24 Einheiten pro 10.000 Einwohner liegt, wird deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht.
Die kommenden Monate könnten also für LEG Immobilien und den Kölner Markt entscheidend sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen entwickeln und ob das Unternehmen seine ehrgeizigen Pläne umsetzen kann. Eins ist sicher: Die Immobilienbranche bleibt spannend und voller Überraschungen!
