Karben im Aufbruch: Wohnraum und Wirtschaft neu gestalten
In der Stadt Karben tut sich gerade einiges – und das nicht nur in Bezug auf das Wetter! Die letzten zwölf Monate waren ein wahres Immobilien-Hoch für die Stadtverwaltung. Bürgermeister Guido Rahn hat gleich sieben Gebäude erworben, um die städtische Wohnungsanzahl von 164 auf stolze 250 zu erhöhen. Ein ambitioniertes, aber durchaus nötiges Vorhaben, wenn man bedenkt, dass die Nachfrage nach günstigem Wohnraum stetig wächst.
Die Pläne sind klar: Die Stadt möchte nicht nur die Anzahl der Wohnungen erhöhen, sondern auch aktiv die Stadtentwicklung gestalten. Das Ziel ist es, Leerstände zu vermeiden und einen bezahlbaren Wohnraum für verschiedene Zielgruppen zu schaffen. Besonders angesprochen sind Erzieher, Pflegekräfte, Auszubildende, Alleinerziehende sowie Familien und Frauen, die aus Frauenhäusern kommen. Ein wichtiger Schritt, um den sozialen Zusammenhalt in der Stadt zu fördern!
Neues Leben im alten Continental-Gelände
Eines der spannendsten Projekte ist der Kauf des ehemaligen Continental-Geländes. Mit einer Fläche von 122.000 Quadratmetern, die für einen zweistelligen Millionenbetrag erworben wurde, liegt hier eine große Chance für die Stadt. Das Gelände, das einst mehr als 1.000 Beschäftigten ein Zuhause bot, ist aktuell kaum genutzt – große Parkplätze und verwaiste Gänge zeugen von einer vergangenen Blütezeit. Doch das soll sich ändern!
Der Bürgermeister hat bereits Gespräche mit drei Unternehmen initiiert, die Interesse an der Anmietung der Flächen haben. Die Idee ist, keine Firmen aus der Logistik, sondern aus der Produktion anzusiedeln, um die ansässigen 200 Arbeitsplätze der Tochtergesellschaft Aumovio zu sichern. Langfristige Mietverträge stehen zur Diskussion, und das Ziel ist es, bis zum Jahresende 80 Prozent der Fläche zu vermieten. Ein ambitioniertes Ziel, das die lokale Wirtschaft stärken könnte.
Positive Entwicklungen für die Nahversorgung
Doch nicht nur Wohnraum steht auf der Agenda. In Burg-Gräfenrode soll ein neuer Supermarkt entstehen, um die Nahversorgung der Bewohner zu verbessern. Das ist besonders wichtig, denn wer kennt das nicht: Der Kühlschrank ist leer und der nächste Supermarkt ist weit entfernt. Ein Schritt in die richtige Richtung!
Apropos Schritte – im Brunnenquartier wird ebenfalls fleißig gearbeitet. Ab Frühjahr 2027 können sich die Bewohner auf einen neuen Grünzug und einen Spielplatz freuen. Und auch hier bleibt der Fokus auf dem Wohnraum: 30 bis 40 Wohneinheiten sollen im Brunnenquartier erhalten bleiben, zusätzlich könnten im Selzerbachweg weitere 10 Einheiten entstehen.
Ein bunter Mix an neuen Angeboten
Karben hat also Großes vor! Neben den bereits erwähnten Projekten wurden auch weitere Gebäude erworben, beispielsweise an der Robert-Bosch-Straße, wo Wohnungen für Erzieher und Azubis entstehen sollen. Drei große Häuser an der Unternen Baumwiese bieten Platz für 35 Wohneinheiten, und Geschäftsgebäude in der Ramonville und St.-Egreve-Straße erweitern das städtische Angebot. Ein Kleiderladen hat durch die Grundstückskäufe bereits ein neues Zuhause gefunden, was die Vielfalt in Karben weiter erhöht.
Und was ist mit dem Cinepark-Gebäude? Hier gibt es kein Interesse – aber die Stadt bleibt flexibel und wird die Flächen auf der „Expo Real“ in München anbieten, falls ein Interessent abspringen sollte. Die Stadtverwaltung ist jedenfalls gut aufgestellt, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern und die Entwicklung aktiv zu gestalten.
