Ein Erbe voller Lachen: Günther Jauch sichert sich Loriots Villa am Starnberger See
Heute ist der 12.05.2026 und es gibt aufregende Neuigkeiten aus der Welt der Immobilien, die nicht nur den Starnberger See betreffen. Anfang März fand in Ammerland ein bemerkenswerter Immobilien-Deal statt, der für viele überraschend kam. Günther Jauch, bekannt aus dem Fernsehen und für seine charmante Art, hat das Anwesen erworben, das einst dem legendären Humoristen Loriot, bürgerlich Bernhard-Viktor von Bülow, gehörte. Diese Villa, in der Loriot und seine Familie 48 Jahre lebten, hat nicht nur historische Bedeutung, sondern auch eine ganz persönliche Verbindung zwischen den beiden Herren.
Nach dem Tod von Loriots Witwe Romi im Jahr 2024 fiel das Erbe an die beiden Töchter. Die ältere Schwester, die in England lebt, entschloss sich schließlich, das Anwesen zu verkaufen, nachdem die jüngere Tochter 2025 überraschend verstarb. Jauch und Loriot hatten eine enge Freundschaft, die bis zu Loriots 80. Geburtstag zurückreicht, als Jauch eine bewegende Rede hielt. Laut Nachbarn war der Verkauf der Villa durch diese bestehende Freundschaft bereits länger abgesprochen. Für die stolze Summe von unter acht Millionen Euro wechselte das Anwesen schließlich den Besitzer.
Ein Stück Kulturgut in guten Händen
Doch damit nicht genug: Jauch erwarb auch das Nachbarhaus, in dem sich Loriots Atelier befand. Das ist mehr als nur ein Immobilienkauf – es ist der Erhalt eines Stücks deutscher Kulturgeschichte. Jauch hat bereits Erfahrung im Umgang mit Kulturgut, beispielsweise durch die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam. Man könnte sagen, er hat ein Gespür dafür, was wichtig ist und was es zu bewahren gilt.
Die Anwohner zeigten sich besorgt über mögliche Veränderungen des Grundstücks durch einen anderen Käufer. Aber Jauch hat bereits angekündigt, dass er keine großen Änderungen plant. Das ist eine Erleichterung für die Gemeinde, denn Loriot und seine Familie waren dort sehr beliebt und engagiert. Es ist fast so, als würde Loriots Geist weiterhin durch die Gänge der Villa wehen.
Ein Erbe voller Humor
Loriot ist nicht nur als Komiker bekannt, sondern auch als talentierter Autor und Regisseur. In den 1950er Jahren veröffentlichte er mehrere Bücher, darunter den „Unentbehrlichen Ratgeber für das Benehmen in feiner Gesellschaft“ und „Glücklich auf den Leim gegangen“. Außerdem drehte er zwei Filme, „Ödipussi“ und „Pappa ante Portas“, die beide mit der wunderbaren Evelyn Hamann entstanden. Die liebevolle Zusammenarbeit mit Hamann, die seit 1976 Loriots Partnerin in seinen Sketchen war, zeigt, wie wichtig menschliche Verbindungen in der Kunst sind.
Der Name Loriot, der sich vom französischen Wort für den Pirol ableitet, ist nicht nur ein Künstlername, sondern auch ein Teil seiner Identität, die in einem alten mecklenburgischen Uradel verwurzelt ist. Man kann sich vorstellen, dass Günther Jauch, der Loriots Humor schätzt, auch aus diesem Grund das Haus gekauft hat. Es ist, als würde er die Tradition des Lachens und der Kreativität fortführen, die Loriot so sehr geschätzt hat.
