Die Immobilienlandschaft im Allgäu zeigt sich momentan in einem spannenden Licht. Die Sparkasse Allgäu und die LBS Süd berichten von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Das ist gewiss keine Überraschung, denn viele Menschen haben sich inzwischen an die neuen Marktbedingungen gewöhnt. Die Erholung des Bestandsmarktes ist offensichtlich. Ein großes Plus: Die stabilisierten Preise und das eingependelte Zinsniveau geben Käufern und Verkäufern eine gewisse Sicherheit.

Stellen Sie sich das mal vor: 74 Prozent der Deutschen betrachten eine eigene Immobilie als sichere Altersvorsorge. Ein Gedanke, der viele bewegt! Die hohe Nachfrage hat dazu geführt, dass die Preise im Allgäu stabil bleiben. Besonders auf dem Gebrauchtmarkt gibt es Chancen, vor allem wenn man bereit ist, bei Lage und Ausstattung Kompromisse einzugehen. Es wird also spannend, was sich hier noch entwickelt.

Marktdaten und Transaktionsvolumen

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im Jahr 2025 stieg das Immobilienumsatzvolumen in Bayern um rund 9 Prozent auf über 54 Milliarden Euro. Beeindruckend, oder? Im Allgäu selbst gab es hohe Transaktionsvolumina: Kempten verzeichnete 297 Millionen Euro, Kaufbeuren 288 Millionen Euro, Oberallgäu 586 Millionen Euro und Ostallgäu 503 Millionen Euro. Wenn man die Preise für gebrauchte Häuser betrachtet, bewegt sich das Spektrum zwischen 350.000 und 1,8 Millionen Euro. Für Bestandswohnungen kann man mit Preisen von 2.200 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass das Bevölkerungswachstum bis 2044 nicht zu unterschätzen ist. Kaufbeuren wird um 8 Prozent wachsen, während Ostallgäu um 6 Prozent zulegen könnte. Doch die Neubauten bleiben ein Thema, das uns Sorgen bereitet; 2025 wurden in Bayern nur rund 46.000 Wohnungen fertiggestellt. Ein Rückgang um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – und das bei einem Bedarf von etwa 70.000 Einheiten. Hier könnte der Schuh drücken!

Bausparen und Finanzierungsinstrumente

Eine erfreuliche Nachricht gibt es für alle, die auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten sind: Bausparen bleibt weiterhin stark gefragt. Die LBS Süd verzeichnet hohe Kreditauszahlungen, wobei mehr als die Hälfte davon auf Bauspardarlehen entfällt. Die Sparkasse Allgäu hat im letzten Jahr 227 Objekte im Wert von 74,4 Millionen Euro vermittelt und bewilligte Bauspardarlehen in Höhe von knapp 24 Millionen Euro – ein Anstieg von 28 Prozent! Bausparverträge bieten feste Zinsen über 20 Jahre oder mehr, was für Stabilität in der Immobilienfinanzierung sorgt.

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Die aktuelle Marktlage zeigt, dass die Menschen in der Region nach wie vor an einer soliden und wertbeständigen Investition interessiert sind. Und das macht die Sache spannend. Wenn man die durchschnittlichen Immobilienwerte der letzten zehn Jahre betrachtet – Kempten bei 279 Millionen Euro und Kaufbeuren bei 180 Millionen Euro – lässt sich erahnen, wie dynamisch dieser Markt ist.

Ein bisschen Realität zur Preisentwicklung

Aber nicht alles ist rosig. Die ökonomischen Folgen des Iran-Kriegs könnten die Markt-Erholung dämpfen. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass Veränderungen der Produktivität und Gewinnmargen der Bauunternehmen im Baukostenindex nicht enthalten sind. Das bedeutet, dass wir die Entwicklung der Erzeuger-Verkaufspreise für das Baugewerbe im Auge behalten sollten.

Wer also auf dem Immobilienmarkt aktiv werden möchte, sollte sich gut informieren und auch die Baupreise und deren Entwicklung im Blick haben. Hierzu stehen verschiedene Daten zur Verfügung, die die Preisindizes für Wohnimmobilien dokumentieren. Ob für den Neubau oder die Bestandsimmobilie – es bleibt spannend!