Strompreise steigen und steigen – das kennen wir alle. Gerade die Kommunen stehen vor der Herausforderung, ihre Energiekosten im Griff zu behalten. Doch es gibt einen Ausweg! In Rheinland-Pfalz hat Torsten Seltmann von der Energie- und Klimaschutzagentur spannende Einsparpotenziale durch erneuerbare Energien und Batteriespeicher aufgezeigt. Die eigene Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen kommt auf etwa 6 bis 10 Cent pro Kilowattstunde, während teurer Netzstrom zwischen 25 und 35 Cent pro kWh kostet. Da liegt’s auf der Hand: Selbst Strom produzieren und dabei auch noch Geld sparen – das klingt verlockend!

Ein anschauliches Beispiel liefert die Stadt Alzey. Dort deckt man schätzungsweise 50 Prozent des Energiebedarfs durch Photovoltaik und Batteriespeicher. Die jährlichen Einsparungen belaufen sich auf rund 60.000 Euro! In den letzten zwei Jahren hat die Stadt acht Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 450 Kilowatt-Peak installiert. Dazu kommen fünf Stromspeicher mit insgesamt 120 Kilowattstunden Kapazität. Das ist nicht nur clever, sondern auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Der wirtschaftliche Nutzen von Batteriespeichern

Eine weitere spannende Facette sind die Batteriespeicher. Sie ermöglichen es, überschüssigen Solarstrom zu speichern und auch in dunklen, wolkigen Stunden zu nutzen. Durch die Einspeicherung wird der wirtschaftliche Nutzen zusätzlich erhöht. Jetzt wird’s interessant: Die Anschaffungskosten für solche Speicher variieren. Ein kleiner Speicher mit 3-4 kWh kostet etwa 900 bis 1300 Euro, während größere Modelle mit 10 kWh zwischen 2500 und 4500 Euro liegen. Das sind doch ganz schön unterschiedliche Preisklassen! Wenn man bedenkt, dass die Montagekosten für Einfamilienhäuser zwischen 1000 und 3000 Euro liegen, kann man schnell ins Schwitzen kommen.

Der Vorteil von Batteriespeichern ist, dass sie nachgerüstet werden können. Das ist praktisch, wenn man beispielsweise mit einer PV-Anlage startet und später aufrüsten möchte. Und auch die Fördermöglichkeiten sind attraktiv: Die KfW-Bank bietet zinsvergünstigte Kredite und in einigen Regionen gibt es sogar Investitionszuschüsse von bis zu 300 Euro pro kWh. Das könnte sich für viele Kommunen als echter Geldsegen herausstellen!

Technologie, die funktioniert

Was macht die Batteriespeicher eigentlich so besonders? Sie speichern Strom durch elektrochemische Reaktionen – das klingt kompliziert, ist aber im Grunde ziemlich clever. In Deutschland dominieren kleine Heimspeicher, oft in Verbindung mit PV-Anlagen. Die Lebensdauer moderner Lithium-Ionen-Speicher beträgt etwa 15 Jahre. Diese Technik hat sich bewährt, auch wenn die Gewinnung der Rohstoffe wie Lithium und Kobalt umwelttechnisch sowie menschenrechtlich bedenklich ist. Aber es gibt auch Alternativen – Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien beispielsweise benötigen kein Kobalt.

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Obwohl die Redox-Flow-Batterien in Deutschland noch hinter den Lithium-Ionen-Batterien zurückbleiben, gewinnen sie langsam an Bedeutung. Sie bieten den Vorteil, dass sie kostengünstig höhere Kapazitäten ermöglichen und längere Ausspeicherzeiten haben. Die Flexibilität in der Kapazität ist ein echtes Plus, denn man kann die Tankgröße und Pumpgeschwindigkeit anpassen.

Die Frage bleibt, wie schnell sich diese Technologien in den Kommunen verbreiten. Klar ist, dass Investitionen in die Eigenversorgung nicht nur gegen steigende Strompreise absichern, sondern auch für eine nachhaltige Zukunft stehen. Denn am Ende des Tages ist es doch so: Wer selbst Strom produziert, ist weniger abhängig von den Preisschwankungen der großen Anbieter. Und das ist nicht nur für die Kommunen ein Gewinn – das gilt für jeden einzelnen von uns! Es bleibt spannend, wie sich die Lage in den nächsten Jahren entwickeln wird.