Heute ist der 15.06.2026 und die Aktienwelt hat sich in den letzten Jahren ganz schön verändert. Ein Paradebeispiel dafür ist Siemens Energy, das im Herbst 2020 von der Siemens AG abgespalten wurde. Am 28. September 2020 ging die Aktie an die Börse, und der Erstkurs von 22,01 Euro war nur der Anfang einer turbulenten Reise. Wer damals 1.000 Euro investiert hat, sah seine Investition zwischenzeitlich auf deprimierende 290 Euro absacken. Doch jetzt, wo der aktuelle Kurs bei 150,10 Euro steht, könnte man sagen: da hat sich einiges getan!

Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren nicht nur behauptet, sondern auch enormen Rückenwind bekommen. Die Aktie erlebte sogar eine Rendite-Explosion von bis zu 2.245 Prozent, was für viele Anleger wie ein Märchen klingt. Natürlich gab es auch Dellen auf dem Weg, wie den Tiefststand von 6,40 Euro im Oktober 2023, verursacht durch Qualitätsmängel bei der Tochtergesellschaft Siemens Gamesa. Diese Probleme führten zu Verlusten und dem Antrag auf staatliche Garantien von 7,5 Milliarden Euro zur Stabilisierung. Trotzdem hat sich Siemens Energy in den darauf folgenden Jahren stark erholt und erfreut sich mittlerweile eines Auftragsbestands von satten 146 Milliarden Euro.

Aufträge und Perspektiven

Im zweiten Geschäftsquartal 2020/21 gab es einen beeindruckenden Anstieg der Auftragseingänge um 39 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Dies wurde maßgeblich durch Siemens Gamesa befeuert, die sich große Aufträge für Offshore-Windparks in Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich gesichert hat. Das zeigt, wie wichtig die erneuerbaren Energien in der aktuellen Zeit sind. Regierungen weltweit investieren in die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und den Wandel zu grüner Energie – und Siemens Energy möchte von diesen Infrastrukturplänen, wie sie etwa in den USA unter Präsident Joe Biden geplant sind, profitieren.

Die Analysten sind optimistisch, was die Zukunft angeht. Mit einem Konsens-Kursziel von 194,20 Euro und 76,7 Prozent der Analysten, die eine Kaufempfehlung aussprechen, ist die Stimmung unter den Experten eindeutig positiv. Der größte institutionelle Aktionär ist BlackRock mit 7,67 Prozent. Das gibt dem Unternehmen zusätzliches Gewicht und Vertrauen.

Finanzielle Stabilität

Doch trotz all dieser positiven Entwicklungen ist nicht alles eitel Sonnenschein. Der Kursrückgang von bis zu 40 Prozent am 26. Oktober 2023 hat vielen Anlegern einen Schauer über den Rücken gejagt. Aber die aktuelle Dividende von 0,70 Euro je Aktie nach einem starken Geschäftsjahr 2025 zeigt, dass Siemens Energy auf einem soliden Fundament steht. Der operative Gewinn hat sich mehr als verdoppelt, auch wenn der Umsatz im letzten Jahr um 4,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro fiel. Besonders die Sparte „Gas and Power“ hat hier für Schwierigkeiten gesorgt.

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Der Weg von Siemens Energy ist ein Lehrstück in Sachen Resilienz und Anpassungsfähigkeit. Trotz der Herausforderungen – sei es durch Corona, Rohstoffengpässe oder Qualitätsmängel – hat das Unternehmen bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Die Investoren dürfen gespannt sein, wie es weitergeht. Denn eines ist sicher: die Geschichte von Siemens Energy ist noch lange nicht zu Ende erzählt.