Heute ist der 24.07.2026. Die aktuelle Situation bei SAP überrascht viele Analysten und Investoren gleichermaßen. Am Donnerstagabend, nach dem Schluss der US-Börsen, hat das Unternehmen seine Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht. Und was soll ich sagen? Der Umsatz im zweiten Quartal kletterte um 9% auf 9,88 Milliarden Euro – das übertrifft die Markterwartung von 9,85 Milliarden Euro! Ein guter Grund zum Feiern, oder?

Besonders erfreulich ist der Beitrag der Cloud- und Softwareprodukte, die mit 8,85 Milliarden Euro zu diesem Umsatz beigetragen haben. Das entspricht einem Plus von 11,2% im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten nur mit 8,82 Milliarden Euro gerechnet. Das Cloud-Geschäft selbst brachte 6,28 Milliarden Euro ein und erfüllte die Prognosen nahezu punktgenau. Allerdings gibt es auch einen kleinen Wermutstropfen: Der Gewinn je Aktie lag mit 1,59 Euro unter den Erwartungen von 1,75 Euro. Immerhin, der Nettogewinn von 2,21 Milliarden Euro übertraf die Schätzungen von 1,95 Milliarden Euro deutlich.

Ausblick und Anpassungen

Beim Ausblick zeigt sich SAP optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro erwartet. Der Gesamtumsatz aus Cloud- und Softwareerlösen soll sich auf 36,3 bis 36,8 Milliarden Euro belaufen. Der freie Cashflow wird unverändert bei rund 10 Milliarden Euro gesehen. Dennoch wurde der bereinigte operative Gewinn leicht nach unten angepasst – von 11,9-12,3 Milliarden Euro auf 11,8-12,2 Milliarden Euro. Diese Anpassung ist auf die Übernahmen von Dremio und Prior Labs zurückzuführen, die das Ergebnis um mehr als 100 Millionen Euro belasten.

Am Freitag nach der Veröffentlichung notierte die SAP-Aktie an der DAX-Spitze mit einem Plus von rund 5%. Zum Vergleich, Siemens Energy konnte sich mit einem Plus von nur 1,5% nicht in die Höhe schrauben. Doch das charttechnische Bild bleibt angeschlagen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn etwa ein Drittel ihres Wertes verloren. Ein neues Kaufsignal wäre dringend nötig, beispielsweise durch einen Sprung über die 50-Tage-Linie bei 143,90 Euro. Aktuell wird kein Neueinstieg in die SAP-Aktie empfohlen.

Übernahmen im Fokus

Die Übernahmen von Dremio und Prior Labs sind auf jeden Fall ein spannendes Thema. Diese Zukäufe sind nicht nur strategisch wichtig, sondern könnten auch langfristig zu einer Stärkung von SAPs Marktposition führen. Dremio, bekannt für seine Datenmanagementlösungen, könnte SAP helfen, den Cloud-Bereich weiter auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Prior Labs bringt innovative Technologien mit, die die Produktpalette von SAP ergänzen könnten. Doch wie gesagt, die Auswirkungen auf das Ergebnis sind nicht zu ignorieren.

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Es bleibt also abzuwarten, wie sich die SAP-Aktie in den kommenden Monaten entwickeln wird. Die Zahlen zeigen, dass SAP auf dem richtigen Weg ist, aber die Herausforderungen sind noch lange nicht überwunden. Investoren sollten auf jeden Fall wachsam bleiben und sich die Entwicklungen genau anschauen.