S-Dax: Der unterschätzte Geheimtipp für mutige Anleger
Der S-Dax, ein oft übersehener Index, blüht auf und könnte sich als der Geheimtipp für mutige Anleger herausstellen. Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat sich der S-Dax, der 70 Unternehmen umfasst, gut entwickelt – über 500 % Plus! Allerdings könnte man sagen, dass sein Aufstieg noch in den Kinderschuhen steckt. Im Vergleich dazu hat der M-Dax mit über 700 % die Nase vorn, während der Dax mit seinen über 300 % da eher im Schatten steht. Irgendwie ironisch, dass die „kleineren Fische“ in der Börsenlandschaft so viel Potenzial haben.
Das Jahr 2025 hat dem S-Dax einen beeindruckenden Anstieg von 34 % beschert, was ihn zur besten Wahl unter den großen Indizes macht. Der M-Dax folgt mit 21 % und der Dax mit 20 %. Und dann gibt es da noch den Tec-Dax mit „nur“ 12 %. Vor allem die Anleger, die in den S-Dax investieren, tun dies aus Überzeugung – nicht, weil sie einfach dazugehören wollen. Das ist erfrischend! Es ist diese Art von Engagement, die den S-Dax so spannend macht.
Die Anlegerwelt des S-Dax
Die Anlegerinvestitionen im Dax sind mit satten 17 Milliarden Euro in den drei größten Dax-ETFs kaum zu übertreffen. Aber auch der S-Dax hat sich mit rund 2,7 Milliarden Euro in M-Dax-ETFs mehr als respektabel geschlagen. Lustigerweise gibt es im Tec-Dax nur einen einzigen ETF, der über 600 Millionen Euro verwaltet. Da fühlt man sich fast als wäre man auf einer einsamen Insel! Die jährliche Gebühr für den S-Dax-ETF von Amundi liegt bei 0,7 %, was im Vergleich zu Dax (0,1 %) und M-Dax (0,2 %) schon eine ganz andere Hausnummer ist.
Die größten Werte im S-Dax – Alzchem, Elmos Semiconductor und Suss Microtec – machen nur etwa 3 % des Gesamtwertes aus. Das ist besonders spannend, denn es zeigt, dass der Index eine breite Streuung bietet. Alzchem hat sich innerhalb von zwei Jahren sogar versechsfacht – danke starker Geschäfte in der Spezialchemie! Und Elmos Semiconductor? Der profitiert vom Trend zur Künstlichen Intelligenz und ist ein echter Anziehungspunkt. Es sind solche Unternehmen, die dem S-Dax seinen besonderen Charakter verleihen.
Der Dax – das Schwergewicht
<pDer Dax, unser aller Liebling, umfasst die 40 größten deutschen Unternehmen und ist ein wichtiges Barometer für die deutsche Industrie. Um in diesen exklusiven Kreis aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen strenge Kriterien erfüllen, wie ein Mindeststreubesitz von 10 % und eine positive EBITDA-Bilanz über zwei Jahre. Man könnte sagen, der Dax ist wie ein Club mit strengen Türstehern – nur die Besten kommen rein!
Er wurde erstmals am 30. Dezember 1987 berechnet und hat sich seitdem als Performance-Index etabliert, der Kapitalveränderungen und Dividenden berücksichtigt. Und das Beste daran? Er wird im Realtime-Index auf Basis der Xetra-Kurse berechnet. Wenn man darüber nachdenkt, ist das schon eine beeindruckende Leistung. Über die Jahre hat der Dax immer wieder neue Rekorde aufgestellt, wie die 10.000 Punkte-Marke im Juni 2014 und den Schlussstand über 13.500 Punkten im Januar 2018, der seitdem nicht mehr erreicht wurde.
Ein Blick in die Zukunft
Die wachsende Hinwendung zu kleineren Börsenwerten könnte dem S-Dax zusätzliche Chancen bieten. Während der Dax oft im Fokus steht, gibt es im S-Dax viel Potenzial, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Die Tatsache, dass viele Unternehmen aus dem Dax – wie Pro Sieben Sat. 1 und Hello Fresh – nun im S-Dax sind, zeigt, dass sich die Landschaft ständig verändert. Wer weiß, vielleicht wird der S-Dax in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit erhalten, die er verdient. In einer Welt, in der Anleger nach neuen Möglichkeiten suchen, könnte der S-Dax genau der richtige Ort sein!
