Marktchaos: Technologiewerte unter Druck und Ölpreise auf Rekordkurs
Heute ist der 29.04.2026. Die asiatischen Märkte zeigen sich am Mittwoch uneinheitlich, während die Marktteilnehmer gespannt auf die bevorstehenden Quartalszahlen der US-Technologiegiganten warten. In Japan fand aufgrund eines Feiertags kein Handel statt. Unter den großen Namen, die demnächst ihre Zahlen vorlegen, sind Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta, was die Anleger in Atem hält.
Die Lage im Iran bleibt angespannt, was sich negativ auf die Ölpreise auswirkt und damit auch auf die konjunkturelle Entwicklung. Hohe Ölpreise könnten sich als Belastung für die Märkte erweisen. Trotz einer gewissen Erholung der chinesischen Börsen – der CSI-300-Index stieg um 1% und der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,4% – gab es in Taiwan und Australien leichte Verluste. So endete der S&P ASX 200 in Australien 0,08% tiefer bei 8.786,52 Punkten. Die Deutsche Bank wies zudem auf die aktuellen Verbraucherpreise in Australien hin, die zwar unter den Erwartungen lagen, aber die Kernrate bleibt über der angestrebten jährlichen Spanne der australischen Notenbank.
Volatilität und Unsicherheit
Am Donnerstag setzte sich die Tendenz fort, als die ostasiatischen Aktienmärkte deutlich fielen. Die Unsicherheit aus den Aussagen der US-Notenbank (Fed) sorgte für Verunsicherung unter den Anlegern, die bereits an der Wall Street mit Verlusten reagierten. Die Fed ließ die Leitzinsen unverändert, deutete jedoch lediglich eine Zinssenkung für 2026 an. Dies brachte die Märkte ins Wanken.
Besonders der Topix-500 in Tokio fiel um 2,9 Prozent, während der Kospi in Seoul um 2,7 Prozent nachgab. Auch der Shanghai-Composite sank um 1,4 Prozent. Die Ölpreise stiegen stark, was erneut Inflations- und Wachstumssorgen schürte. Nordseeöl (Brent) verteuerte sich um 6 Prozent auf fast 114 Dollar, was Auswirkungen auf zahlreiche Sektoren hatte. Basismetallaktien in Japan fielen um 4,6 Prozent, und auch Versorger- und Industrietitel mussten Rückgänge von 4,1 bzw. 3,9 Prozent hinnehmen.
Technologiewerte unter Druck
In Hongkong fiel der Technologie-Index um 3,4 Prozent, während Tencent-Aktien trotz starkem Ergebnis und Gewinnwachstum um 6,5 Prozent nachgaben. Das Unternehmen plant, seine KI-Investitionen mehr als zu verdoppeln, aber die Marktreaktion war alles andere als positiv. Auch Samsung Electronics und SK Hynix mussten jeweils rund 1 Prozent abgeben.
Die Rohölpreise und die Unsicherheiten über die geopolitische Lage im Nahen Osten bleiben ein zentrales Thema für die Märkte. Die Reaktionen auf die Fed und die Situation im Iran deuten darauf hin, dass die Anleger in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin auf der Hut sein werden, während sie die Entwicklungen genau im Auge behalten. Die hohen Ölpreise und die unsichere Lage tragen zur Volatilität bei, die die Märkte weiterhin prägen wird.
