Heute ist der 13.05.2026 und an den New Yorker Börsen wird ein gemischter Start erwartet. Die Finanzmärkte richten ihren Blick auf den Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China, und das hat einen erheblichen Einfluss auf die Kursentwicklung. Während der Dow Jones Industrial um 0,3 Prozent auf 49.604 Punkte fällt, zeigt der Nasdaq 100 eine positive Tendenz und steigt um 0,6 Prozent auf 29.245 Punkte. Ein Blick auf die Einzelwerte zeigt, dass insbesondere die Aktien von Nvidia vorbörslich um mehr als 2 Prozent zulegen können. Das Vertrauen in den Technologie-Sektor ist also ungebrochen, besonders bei Chip- und Speicherunternehmen, und das könnte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Die US-Delegation, die Trump nach Peking begleitet, umfasst Größen wie Jensen Huang von Nvidia, Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple. Trump setzt alles daran, bessere Bedingungen für amerikanische Unternehmen zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Entwicklungen im Tech-Sektor. Aktien von Intel, Micron und Qualcomm steigen vorbörslich ebenfalls, und Wolfspeed schießt sogar um fast 20 Prozent nach oben. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Schattenseiten: Alibaba-Aktien fallen um 1,6 Prozent, da das Unternehmen seinen ersten operativen Verlust seit der Covid-Pandemie meldet. Zudem müssen Birkenstock-Aktien einen Rückgang von 6,5 Prozent hinnehmen, was auf eine enttäuschende Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Geschäftsquartal zurückzuführen ist.

Ölpreise und geopolitische Spannungen

Parallel zu den Entwicklungen an den Börsen bleibt der Ölpreis auf hohem Niveau, was die Märkte unnötig unter Druck setzt. Die Straße von Hormus bleibt weiterhin gesperrt, was die Unsicherheit auf den Weltmärkten erhöht. Im Iran-Krieg gibt es zumindest vorerst keine weitere Eskalation, was für einige Unternehmen eine gewisse Entspannung bedeutet. Trotz der hohen Ölpreise, die um die 100 Dollar pro Barrel liegen, profitiert die US-Ölindustrie, insbesondere die Fracking-Industrie, von dieser Situation. Trump hat wiederholt betont, dass die USA der größte Ölproduzent der Welt sind und von den derzeit hohen Preisen finanziell profitieren. Und das stimmt: Die Zahlen sprechen für sich. Laut der US-Energiebehörde EIA wird ein Anstieg der US-Rohölproduktion ab Spätherbst 2026 prognostiziert.

Interessanterweise könnte Trumps aggressive Ölstrategie auch langfristige Folgen für die geopolitischen Verhältnisse haben. Experten vermuten, dass seine Maßnahmen gegen Venezuela und Iran nicht nur wirtschaftliche, sondern auch strategische Ziele verfolgen. Die USA zielen darauf ab, globale Ölströme umzuleiten und den Einfluss Chinas zu schwächen. China ist der größte Käufer iranischen Öls und hat seine Ölreserven im letzten Jahr erheblich erhöht. Eine spannende Entwicklung, die zeigt, wie eng wirtschaftliche und geopolitische Interessen miteinander verwoben sind.

Die US-Importe von venezolanischem Öl sind auf den höchsten Stand seit über einem Jahr gestiegen, was für viele Beobachter überraschend kommt. Venezolanisches Öl ist für US-Raffinerien an der Golfküste besonders attraktiv. Mit der Strategie der „Energiedominanz“ zielt Trump darauf ab, die heimischen Ölkonzerne zu stärken und gleichzeitig geopolitische Gegner zu schwächen. Das könnte sich als richtungsweisend erweisen, während China gut auf Rohstoffengpässe vorbereitet ist.

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